ASTRID CLAUS, JG. `64

 

Lebenslanges Hin- und Herspringen zwischen harten naturwissenschaftlichen Fakten und beweisfreier Kunst. Die Eltern und die Vernunft haben (vorerst) gesiegt. Es wurde ein Pharmazie-Studium, doch die Malerei war immer unterschwellig da. Seit 1997 brach sie regelmäßig aus. Mit steigender Frequenz. Ein VHS-Kurs folgte auf den anderen und jedes Jahr wurde mindestens eine Woche Urlaub vermalt. In Berlin (Parkgalerie Friedrichshain), Dresden (Internationale Sommerakademie für bildende Kunst) und Kiel (VHS-Kunstschule). Anfang 2010 gab es kein Entrinnen mehr. Als Industrie-Apothekerin muss man zwar für vieles eine kreative Lösung finden, aber ein Bild entsteht dabei nie. Mehr Raum für Bilder konnte es nur geben, wenn das Apothekerleben vorübergehend auf 50% zurückgeschraubt wurde. Von September 2010 bis Juni 2012 verbrachte ich zwei künstlerische Jahre an der Freien Kunstschule in Kiel. Seitdem gilt für mich: Je später der Abend, desto bunter das Leben. Es wird immer weiter gehen, das Schwanken zwischen realistischer Darstellung und Abstraktion, zwischen Farbigkeit und feinen Abstufungen im Grau.  

 

Kiel, 2017

astrid.claus@freenet.de

0171-4851286